Zum Inhalt springen

Runder Tisch gegen häusliche Gewalt - "GewAlternativen"

Kontakt

Gleichstellungsbeauftragte und Ansprechpartnerin des Organisationsteams GewAlternativen
Paßerschroer, Irmgard 02861 82-2138 i.passerschroerkreis-borkende

Öffnungszeiten & Adressen

Allgemeine Öffnungszeiten der Kreisverwaltung

  • montags bis mittwochs:
    8.00 - 12.30 Uhr, 14.30 - 16.00 Uhr
  • donnerstags: 8.00 - 18.00 Uhr
  • freitags: 8.00 - 12.30 Uhr

Kreishaus in Borken

Burloer Str. 93
46325 Borken

Frauenberatungsstelle und Frauennotruf
Telefon: 0 25 61 / 37 38
E-Mail: infofrauenfuerfrauen-ahausde
Internet: www.frauenfuerfrauen-ahaus.de

Frauenhaus Bocholt
Telefon: 0 28 71 / 4 01 94
E-Mail: frauenhauscaritas-bocholtde
Internet: www.caritas-bocholt.de

Frauenschutzeinrichtung Gronau
Telefon: 0 25 62 / 81 73 40
E-Mail: hoffskf-gronaude
Internet: www.skf-gronau.de

Kontakt- und Anlaufstelle bei Häuslicher Gewalt
Telefon: 0 25 61 / 9 52 30
E-Mail:  infoskf-ahaus-vredende
Internet:  www.skf-ahaus-vreden.de

Weisser Ring e.V.
Telefon: 0 25 42 / 95 41 19
E-Mail: weisser-ring-kreisborkenonlinede
Internet: www.weisser-ring.de
(Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten)

Opferschutzbeauftragte der Kreispolizeibehörde Borken (im Falle einer Strafanzeige)
Telefon: 0 28 61 / 9 00 55 04
              0 28 61 / 9 00 55 05
E-Mail: KK_KP_O.Borkenpolizei.nrwde
Internet: Polizei NRW

Seit dem Jahr 2001 existiert im Kreis Borken der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt – GewAlternativen. Hierbei handelt es sich um einen interdisziplinären Zusammenschluss von Fachleuten, die direkt oder indirekt mit Fällen häuslicher Gewalt konfrontiert werden können. Gemeinsam haben sie sich das Ziel gesetzt, gegen häusliche Gewalt im Kreis Borken vorzugehen. Vertreten in diesem Gremium sind u.a. folgende Bereiche: Polizei, Justiz, Frauenhaus, Frauenberatung, Gleichstellung, Jugendämter, Medizin, Bildungseinrichtungen, Beratungsstellen, Schulen und Tageseinrichtungen für Kinder.

Die Aktivitäten des Runden Tisches konnten in den letzten Jahren stetig ausgebaut und intensiviert werden. Inzwischen arbeiten ca. 60 Personen in sechs Arbeitsgruppen und im Organisations-Team des Runden Tisches mit. Die Gleichstellungsbeauftragte ist die Geschäftsführerin dieses Gremiums und u.a. für folgende Aufgaben zuständig:

  • Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Treffen des Organisationsteams
  • Unterstützung der Arbeitsgruppen in organisatorischer Hinsicht
  • Organisation einer jährlichen zentralen Fachtagung
  • Durchführung des Fachforums (jährliches Treffen aller AG-Mitglieder)
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Beantragung und Abrechnung von Landeszuschüssen.

Alle Menschen habe ein Recht auf ein Leben in Freiheit und Würde, sowie auf körperliche und seelische Unversehrtheit.

Das seit dem 01.01.2002 geltende Gewaltschutzgesetz, sowie die Novellierung des Polizeigesetzes NRW stellen eine wesentliche Verbesserung zum Schutz der Opfer von Häuslicher Gewalt dar.

Am 6. März 2013 ist das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen gestartet. Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen bietet Betroffenen erstmals die Möglichkeit, sich bundesweit zu jeder Zeit anonym, kompetent, sicher und barrierefrei beraten zu lassen. Die Mitarbeiterinnen stehen hilfesuchenden Frauen vertraulich zur Seite und leiten sie bei Bedarf an die passenden Unterstützungsangebote vor Ort weiter. Weiter Informationen erhalten Sie unter www.hilfetelefon.de.
Die kostenfreie Rufnummer des Hilfetelefons lautet 08000/116016.


Hilfe für Frauen:


Weitere Hilfeseiten und Informationen bei häuslicher Gewalt:

Informationen zum Thema Schwangerschaft:


Hilfe für Kinder:

Hilfe für Männer:

„Männer stellen sich ihrer Gewalt“ -  so lautet  das Beratungsangebot  für Täter, das es seit 2005 im Kreis Borken gibt  Angesprochen sind Männer, deren Beziehungen durch Gewalt belastet sind  und die Lösungen für sich und ihr Umfeld finden wollen. 

Das Beratungsangebot wurde durch die Arbeitsgruppe Täterarbeit des Runden Tisches GewAlternativen initiiert. In der Arbeitsgruppe sind Fachleute aus vielen unterschiedlichen Bereichen vertreten, u.a. aus den Bereichen Bewährungshilfe, Jugendamt, Polizei, Justiz, Männerarbeit  Die Beratungsarbeit wird durch  anerkannt qualifizierte und zertifizierte Gewaltberater und Gewaltpädagogen des Vereins „Männer gegen Männergewalt Euregio e.V."  durchgeführt. Die Arbeit ist absolut vertraulich. Gemeinsam werden Lösungen entwickelt

Unter folgenden Handynummern finden Sie montags bis freitags von 10 Uhr bis 18 Uhr Hilfe:

In Gronau und Ahaus: 0172 2709396
In Bocholt, Borken und Stadtlohn: 0173 9760865

Dem Gesundheitswesen kommt bei der Bekämpfung von häuslicher Gewalt eine besondere Rolle zu. Oftmals wenden sich Betroffene zuerst an Ärztinnen und Ärzte oder andere Personen von Gesundheitsberufen. Diese leisten erste Hilfe und sie haben Möglichkeiten, Fälle von häuslicher Gewalt aufzudecken.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat sich deshalb 2004 der Frage gewidmet, welche Rolle der Ärzteschaft bei der Bekämpfung häuslicher Gewalt zukommt und was sie konkret zur Verbesserung der Situation gewaltbetroffener Frauen und Kinder leisten kann.

Das Gesundheits- und das Frauenressort haben aus dieser Fragestellung heraus gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Landesgesundheitskonferenz, insbesondere aus der Ärzteschaft und weiteren Expertinnen und Experten des Gesundheitswesens, Empfehlungen erarbeitet, wie die Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten in der Praxis optimiert werden können.

Die daraus resultierende Planungshilfe „Häusliche Gewalt und Gesundheit“, zu der auch ein Leitfaden sowie ein Dokumentationsbogen zur „Diagnose: Häusliche Gewalt“ für professionell Handelnde im Gesundheitswesen gehören, werden nachfolgend zur Verfügung gestellt.

Auch Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner werden bei der Ausübung ihres Berufs mit den Folgen gewaltbedingter Verletzungen konfrontiert. Die Zahnärztekammer Nordrhein hält deshalb einen Forensischen Befundbogen zur präzisen Dokumentation bereit.

Die Arbeitsgruppe "Häusliche Gewalt und Gesundheit" des Runden Tisches GewAlternativen hat an alle Hausarztpraxen im Kreis Borken eine Postkarte verschickt. Diese soll auf das Thema aufmerksam machen und Ärztinnen und Ärzten einen ersten Anlaufpunkt nennen.


Fachtagung des Runden Tisches GewAlternativen

Termin:      Mittwoch, 04.09.2019, 14.00 – 17.00 Uhr
Ort:            Kreishaus Borken, Großer Sitzungssaal (Raum 2180)
Thema:      Weibliche Genitalverstümmelung/Beschneidung - ein sehr aktuelles und sensibles Problem in Deutschland“
Referent:   Dr. med. Christoph Zerm, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Info:           Einladung zur Fachtagung


Fachvortrag zum Thema „Mehr als das Herz gebrochen“ – Häusliche Gewalt erkennen und sensibel kommunizieren

Termin:              Mittwoch, 30.10.2019, 14.30 - 17.30 Uhr
Ort:                     St. Agnes-Hospital in Bocholt
Referentin:        Marion Steffens, GESINE-Netzwerk Gesundheit
Veranstalterin:   Arbeitsgruppe Häusliche Gewalt und Gesundheit des Runden Tisches GewAlternativen


Fortbildung „Ich sehe was, was Du nicht sagst…“

Termin:               04. – 06.11.2019
Ort:                     Paul-Gerhard-Heim, Gronau
Thema:               Prävention und Hilfe bei Kindeswohlgefährdung im Kontext Häuslicher Gewalt.
Veranstalterin:   AG Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche des Runden Tisches GewAlternativen               


Kinofilm, Vortrag und Diskussion zum Thema „Häusliche Gewalt und Migration“

Termin:               Freitag, 29.11.2019
Ort:                     Medienzentrum Bocholt
Referentin:         Sandra de Vries, Ethnologin
Veranstalterin:   Arbeitsgruppe Prävention des Runden Tisches GewAlternativen


Der Runde Tisch GewAlternativen setzt sich aus dem Orga-Team sowie sechs Arbeitsgruppen zusammen. Insgesamt arbeiten hier rund 60 Fachkräfte aus den verschiedensten Berufsfeldern zusammen. Die Gruppen sind offen für weitere Interessierte.


Aufgaben des Organisationsteams:

  • Koordination und Leitung des Runden Tisches - GewAlternativen
  • Vertretung in Gremien und bei politischen Anlässen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Festlegung der Ziele, der Struktur und der inhaltlichen Ausrichtung
  • inhaltliche Begleitung und Koordination der Arbeitsgruppen

In Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen führt das Orga-Team jährlich folgende Veranstaltungen durch:

  • das Forum für alle Mitglieder des Runden Tisches, mit dem Ziel des internen Austausches und der fachübergreifenden Diskussion
  • die Fachtagung für Mitglieder des Runden Tisches und interessierte Fachkräfte zu Themen aus dem Bereich der Häuslichen Gewalt

Die Geschäftsführung liegt bei der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Borken, Irmgard Paßerschroer, die Ansprechpartnerin nach außen ist, sowie anfallende Aufgaben und Anfragen an das Orga-Team delegieren kann.


Arbeitsgruppen:

Neben dem Orga-Team gibt es 6 Arbeitsgruppen, die grundsätzlich selbstständig arbeiten. In den Arbeitsgruppen engagieren sich Fachkräfte und Interessierte aus folgenden Bereichen:

  • Polizei
  • Frauenhaus / Frauenberatung
  • Jugendämter / Gesundheitsämter Jobcenter
  • Gericht / Staatsanwaltschaft / Rechtsanwaltschaft / Bewährungshilfe
  • Männer gegen Männergewalt Euregio
  • Therapie-Einrichtungen
  • Gleichstellung
  • Beratungsstellen für Kinder / Männer / Frauen
  • Freie Wohlfahrtsverbände
  • Tageseinrichtungen / Schule
  • Berufsbildungsstätte
  • Weisser Ring
  • Politik
  • Medizin
  • Sonstige

Die Mitglieder des Runden Tisches bringen eigene Anregungen, Vorstellungen und Wünsche ein. Die Anzahl der Mitglieder ist nicht begrenzt. Weitere Interessierte sind in allen Arbeitsgruppen jederzeit willkommen.

Die Kommunikation zum Orga-Team und der Arbeitsgruppen untereinander wird über Sprecherinnnen und Sprecher sichergestellt. Diese vertreten die Arbeitsgruppen auch nach außen:


Ziele von GewAlternativen:

  • Verbesserung der Situation der von Gewalt betroffenen Frauen und Kinder
  • Ächtung der Häuslichen Gewalt
  • Sensibilisierung, Enttabuisierung und Bewusstmachung des Phänomens der Häuslichen Gewalt
  • Vernetzung und Kooperation von Einzelpersonen, Institutionen und Organisationen
  • Herbeiführung spürbarer positiver Veränderungen
  • Optimierung von Schutz, Sicherheit und Hilfe für die Opfer von Häuslicher Gewalt
  • Schaffung von Rahmenbedingungen, die den umfassenden Schutz von Frauen und Kindern gewährleisten
  • Koordinierung auf rechtlicher und institutioneller Ebene
  • Weiterentwicklung der Prävention zur Reduzierung der Häuslichen Gewalt